weitere Informationen:

 

Quecksilber in der Raumluft:

Irreguläre Prozesse bei der Anreicherung von Quecksilber an Gold nach VDI-Norm 2267, Blatt 9 Studienreihe Teil 1

Differenzierende Bestimmung von Gesamt-Quecksilber und Quecksilber(II)chlorid („Sublimat“) in der Raumluft
Studienreihe Teil 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quecksilber in der Raumluft analysieren und sanieren

...was tun bei erhöhter Quecksilber-Belastung im Körper....

Auf dem Bild ist das Luftsammelgerät BiVOC mit Quecksilber-Sammlern zu sehen.

In Innenräumen können neben dem bekannten metallisch/elementaren Quecksilber aus zerbrochenen Thermometern, Energiesparlampen, alten Spiegel oder Meßgeräten auch zweiwertige Quecksilber- oder organische Verbindungen von Quecksilber in nicht unerheblicher Konzentration auftreten. Die nichtmetallischen Verbindungen sind vor allem auf die Verwendung von Quecksilber (I+/II+) als Farbpigment, im Pflanzenschutz oder als Fungizid im Holzschutz zurückzuführen und finden sich überwiegend in älteren Häusern. Zur Hautaufhellung werden Quecksilber (II+)-Verbindungen bis heute noch in Afrika und Asien verwendet. Als Desinfektionsmittel fanden Quecksilberverbindungen bis 2003 Anwendung.

Elementares Quecksilber und organische Quecksilber-Verbindungen werden über den Atemtrakt bis zu 100% resorbiert. Sie sind toxikologisch zudem besonders relevant, da sie nach Resorption die Blut-Hirn-Schranke überwinden können, Quecksilber (I+/II+)-Verbindungen erst nach Metabolisierung. Bei chronischer Belastung durch elementares Quecksilber werden unter anderem Nieren- und Nervenschädigungen beobachtet.

Der von der ehemaligen Ad-hoc-Arbeitsgruppe Innenraumrichtwerte der Kommission Innenraumlufthygiene (IRK) und der Obersten Landesgesundheitsbehörden – heute Ausschuss für Innenraumschadstoffe (AIR) im Umweltbundesamt – etablierte Innenraumrichtwert I liegt mit 35 ng/m³ (Vorsorgewert) in einem sehr niedrigen Bereich und wurde für metallisches Quecksilber abgeleitet. Aufgrund der kritischen toxikologischen Eigenschaften der nichtmetallischen und organischen Quecksilber-Verbindungen ist der Richtwert jedoch auf den Gesamt-Quecksilber-Gehalt der Raumluft anzuwenden. Mit dem derzeit gültigen VDI-Norm 2267, Blatt 9 wird jedoch nur metallisches Quecksilber erfasst.

Das ARGUK-Umweltlabor hat deshalb eine Methode für die Bestimmung des Gesamt-Gehaltes an Quecksilber in der Raumluft entwickelt.


Ihre Ansprechpartner bei Fragen zu Quecksilber in der Raumluft

Dr. Wigbert Maraun, Sonja Pfeil, Tel. 06171 / 71817