weitere Informationen:

 

Die FAQs zur Schadstoffuntersuchung in älteren Fertighäusern - häufig gestellte Fragen

Fertighausgeruch durch Chloranisole in der Raumluft älterer Fertighäuser, 2015

Ameisen- und Essigsäure in der Raumluft, 2016 (Kurzfassung)

Formaldehyd in der Raumluft - Schadstoff-Info, 2002

 

Selbst-Probenahmeset

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fertighausgeruch durch Chloranisole und andere Schadstoffe

Die ARGUK-Umweltlabor GmbH hat durch die Identifizierung der Stoffgruppe der Chloranisole im Jahr 2003 als maßgebliche Quelle für lästige Gerüche in älteren Fertighäusern Pionierarbeit im Bereich Schadstoff-Forschung geleistet und mit dem gesamten Themenschwerpunkt Orientierungsmöglichkeiten zur Bewertung oder fachgerechter Sanierung dieser Objekte geliefert.

Chloranisole in älteren Fertighäusern

Chloranisole sind Verbindungen, die bisher hauptsächlich als Verursacher des Korktons in Wein einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurden. Werden sie in die Luft freigesetzt, machen sie sich durch einen schimmelig-muffigen Geruch bemerkbar. Dieser hat dazu beigetragen, dass Chloranisole seit kurzem auch mit dem teilweise intensiven Eigengeruch von Fertighäusern älterer Bauart in Verbindung gebracht werden. Dieser kann ebenfalls als schimmelig-muffig charakterisiert werden. Der typische "Fertighausgeruch" ist manchmal so penetrant, dass er in der Kleidung von Bewohnern "hängen bleibt" und noch längere Zeit nach Verlassen des Gebäudes an der Person wahrnehmbar ist. Ein solcher unangenehmer Geruch kann von den Bewohnern als Belastung empfunden werden und Unwohlsein auslösen, auch wenn eine toxikologisch basierte Gesundheitsgefährdung nicht gegeben ist. Durch die Ähnlichkeit dieses Geruchs zum typischen Schimmelgeruch kann dazu eine Unsicherheit entstehen, ob nicht ein Schimmelpilzbefall des Gebäudes vorliegt. Zur Klärung von Fragen nach Identität und Intensität des Geruchs ist die Analyse einer Raumluftprobe notwendig. Mit der Studie (siehe Kasten in der rechten Spalte) wurde eine erste Datengrundlage zur Bewertung von Analysenergebnissen geschaffen.

Die Forschungstätigkeit zu dieser Thematik ist damit für uns jedoch noch nicht beendet: Wir führen einen beständig wachsenden Datenpool zur Belastungssituation in älteren Fertighäusern fort und können somit Plausibilitätsprüfungen vor Ort bzw. auch für Messbefunde aus anderen Laboren anbieten.

weitere Schadstoffe in Fertighäusern: Holzschutzmittel, Formaldehyd, Essigsäure u.a.

In älteren Fertighäusern kann es auf Grund der verwendeten Gebäude- und Inneneinrichtungsmaterialien auch noch Jahrzehnte nach Errichtung zu Belastungen kommen. In erster Linie handelt es sich dabei um Formaldehyd, aber auch Holzschutzmittel, Flammschutzmittel oder Substanzen, die einen muffig-modrigen Geruch verursachen. Eine Sanierung ist in der Regel aufwändig und setzt in jedem Fall die Kenntnis der tatsächlichen vorkommenden Schadstoffe eines einzelnen Objektes voraus. Vorsicht bei Sanierungsangeboten: Eine energetische Sanierung der Aussenwände ersetzt keine nachhaltige Schadstoffsanierung und lässt bei erhöhter Belastung durch geruchsintensive Chloranisole meistens keine nachhaltige Geruchsbeseitigung zu.
Von einer Belastung mit den Reizstoffen Ameisen- und Essigsäure (sogenannte Holzsäuren) sind bedingt durch die großflächige Verwendung vob Holzwerkstoffen sowohl ältere wie auch neue Fertighäuser betroffen.
Für Verkäufer bieten wir das Erstellen eines Zertifikats als Nachweis über die unabhängige Schadstoffüberprüfung des zu veräussernden Objektes an.


Wir empfehlen folgende Mindest-Untersuchungen vor dem Kauf, Verkauf oder vor der Sanierung

 

Standardpaket:

2 Raumluftproben auf Formaldehyd
1 Raumluftprobe auf Holzschutzmittel* und Geruchsstoffe (Chloranisole, 1-Chlornaphthalin)
(*: u.a. Pentachlorphenol (PCP), Tetrachlorphenol, Lindan sowie das Abbauprodunkt gamma-Pentachlorcyclohexen (g-PCH)
)

1 Raumluftprobe auf die Reizstoffe Ameisen- und Essigsäure

 

Komplettpaket:

2 Raumluftproben auf Formaldehyd
1 Raumluftprobe auf Holzschutzmittel* und Geruchsstoffe (Chloranisole, 1-Chlornaphthalin)
(*: u.a. Pentachlorphenol (PCP), Tetrachlorphenol, Lindan sowie das Abbauprodunkt gamma-Pentachlorcyclohexen (g-PCH)
)
1 Raumluftprobe auf die Reizstoffe Ameisen- und Essigsäure
1 Hausstaubprobe auf Pestizide, PCB, Weichmacher, Tris-Phosphate, bromierte Flammschutzmittel

 

Das Vorkommen weiterer Schadstoffe kann selbstverständlich ebenfalls geprüft werden.

 

Bitte beachten Sie unser speziell auf die Untersuchung von Fertighäusern abgestimmtes Selbst-Probenahmeset!

Weitere informationen finden Sie in der rechten Spalte.

 

 

Ihre Ansprechpartner bei Fragen zu Verfahrensweise oder Bewertung

 

Dr. Wigbert Maraun, Sonja Pfeil, Tel. 06171 / 71817